Sport und Fitness

Sport und Fitness

Sich auspowern und gut fühlen

Egal, ob Du allein, mit Freunden oder im Verein trainierst: Beim Sport kannst Du Dich auspowern, den Kopf freikriegen und Kraft tanken. Muskeln sehen außerdem nicht nur gut aus, sondern stärken auch Deine Gelenke. Und vor allem Dein Ego profitiert, wenn Du nicht bei jeder kleinen Anstrengung aus der Puste kommst.

Das perfekte Training

Dank moderner Therapien ist Sport bei Hämophilie heute kein Tabu mehr. Trotzdem muss Dein Training an den Schweregrad Deiner Hämophilie und mögliche Gelenkprobleme angepasst sein. Sprich daher immer mit Deinem Hämophilie-Zentrum, bevor Du eine neue Sportart testest oder Dein Training veränderst.

Außerdem solltest Du Deinen Sportlehrer bzw. Trainer und Deine Trainingspartner über Deine Hämophilie informieren. Falls Du Dich beim Sport verletzt, können sie sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen und Dir helfen.

Junger Mann beim Kanusport

Geeignete Sportarten

Sportarten, die mit häufigem Körperkontakt, Sprüngen und Stößen verbunden sind und Muskeln, Gelenke und Sehnen stark belasten, sind eher ungeeignet bei Hämophilie. Daneben gibt es aber eine ganze Reihe spannender Sportarten, die infrage kommen. Hier nur ein paar Vorschläge:

  • Tischtennis: Am Tisch stehst Du Deinem Gegner direkt gegenüber und pfefferst ihm in Maximalgeschwindigkeit die Bälle um die Ohren. Deine Truppe feuert Dich dabei von der Bank aus an und bejubelt Deine Schlagtechnik. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Du umknickst oder ausrutschst. Ein Ausgleichstraining kann helfen, Überlastungen zu vermeiden.
  • Kanusport: Beim Kanufahren trainierst Du vor allem Deinen Oberkörper. Dies geht allein oder mit Kumpels im Zweier oder im Vierer. Beim Training solltest Du vor allem Überlastungen von Schulter, Wirbelsäule und Kniegelenken vermeiden. Wettkampfmäßig solltest Du Kanufahren daher nicht betreiben.
  • Hip-Hop: Wusstest du, dass der Kampfkünstler Bruce Lee leidenschaftlicher Tänzer und Cha-Cha-Cha-Meister von Hongkong war? Tanzen ist also absolut keine Mädchensache. Beim Hip-Hop lernst Du Moves aus bekannten Musikclips und entwickelst ein geniales Rhythmusgefühl. Auch Paartanz ist beliebt und Du lernst dabei, Dich auf Deine Partnerin einzulassen. Sprünge und Hebefiguren solltest Du dabei aber vermeiden.
  • Fit im Wasser: Schwimmen, Aqua-Jogging und Aqua-Fitness sind das optimale Ganzkörpertraining und ideal bei Hämophilie. Im Wasser kräftigst Du Deine Muskulatur, ohne Deine Gelenke zu belasten; außerdem ist das Verletzungsrisiko sehr gering.

Um die vorgeschlagenen Sportarten auszuüben, sollte die Aktivität des fehlenden Gerinnungsfaktors bei über 15 % liegen. Dies gewährleistet eine ausreichende Blutstillung bei Verletzungen. Treibe möglichst an dem Tag Sport, an dem Du das Faktorpräparat im Rahmen der Prophylaxe injiziert hast. Für den Fall einer schweren Sportverletzung solltest Du stets eine Notfalldosis Faktorpräparat bei Dir haben.

Darüber, welche Aktivitäten individuell geeignet sind, wie sie vorbereitet und unterstützt werden können, klärt auch das Projekt Fit for Life, eine Sportberatung für Kinder und Jugendliche mit Hämophilie, auf. Hier kannst Du Dir schon mal einen kleinen Einblick verschaffen.